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Warum Immobilienfotografie mit dem Smartphone selten eine gute Idee ist

  • Julian Mattinson
  • 17. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Als Immobilienprofi kennen Sie diesen Gedanken: „Das Foto mache ich schnell selbst.“ Das Smartphone ist ja schließlich griffbereit, der Raum ist leer und das Licht wirkt auf den ersten Blick ganz okay. Zwei Minuten später steht man mitten im Zimmer, versucht gleichzeitig die Tür aus dem Bild zu halten, nicht im Spiegel aufzutauchen und den Horizont gerade zu ziehen. Spätestens beim Blick auf das Ergebnis wird klar: In der Realität sah das irgendwie besser aus.

Das Problem ist dabei nicht das Smartphone. Moderne Handys können erstaunlich viel. Das Problem ist, dass Immobilienfotografie weniger mit Technik zu tun hat als mit Erfahrung. Ein Raum verzeiht keine falsche Perspektive. Ein leicht schiefer Winkel lässt Wände kippen, ein falscher Standort macht Zimmer kleiner (oder größer!), als sie sind, und ein Fenster ohne kontrolliertes Licht wird schnell zur weißen Fläche. Das Ergebnis wirkt dann nicht katastrophal, aber eben auch nicht überzeugend.


Genau hier kommt professionelle Immobilienfotografie ins Spiel. Ein Profi weiß, wo er stehen muss, bevor er überhaupt in die Kamera schaut. Er kennt die Perspektiven, die Räume strukturiert wirken lassen, arbeitet mit dem Licht, statt dagegen und sorgt dafür, dass Linien gerade bleiben. Für den Makler bedeutet das: weniger Erklärungsbedarf, weniger Rückfragen und ein Objekt, das sich visuell von der Masse abhebt.


Besonders spannend wird es, wenn Drohnenfotos ins Spiel kommen. Während der schnelle Handy-Schnappschuss vom Balkon maximal zeigt, dass irgendwo ein Baum steht, erzählen Luftaufnahmen eine ganz andere Geschichte. Sie zeigen, dort wo der Aufstieg erlaubt ist, Lage, Grundstück, Nachbarschaft, Berge und das große Ganze. Für Interessenten ist das kein nettes Extra, sondern ein echtes Entscheidungskriterium und für Makler ein starkes Argument im Exposé.


Noch mehr Ruhe in den Vermarktungsprozess bringen 360°-Rundgänge und virtuelle Besichtigungen mit Matterport oder Ogulo. Statt immer wieder die gleichen Fragen zu beantworten oder Termine mit Interessenten zu machen, die sich eigentlich etwas ganz anderes vorgestellt haben, können Makler ihre Objekte digital erlebbar machen. Wer danach noch anfragt, weiß ziemlich genau, worum es geht. Das spart Zeit, Nerven und unnötige Besichtigungen.


Das alles hat nichts mit Perfektionismus zu tun, sondern mit Effizienz. Professionelle Immobilienfotografie nimmt Maklern Arbeit ab, statt sie komplizierter zu machen. Sie sorgt für bessere Anfragen, schnellere Entscheidungen und ein hochwertiges Gesamtbild, das zur eigenen Dienstleistung passt. Denn am Ende verkauft der Makler nicht nur eine Immobilie, sondern auch Vertrauen und Kompetenz.


Und ja, natürlich kann man Fotos selbst machen. Genauso wie man seine Steuererklärung selbst machen oder den Haarschnitt im Bad erledigen kann. Die Frage ist nur: Muss man das wirklich? Oder ist es nicht entspannter, den Profi ranzulassen und sich auf das zu konzentrieren, was man selbst am besten kann – verkaufen, beraten und Abschlüsse machen?


Wenn Sie lieber verkaufen als fotografieren, übernehmen wir den Rest. Professionell, realistisch und mit Blick fürs Wesentliche. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

 
 
 

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